Schulterverletzungen aufgrund von Überbeanspruchung sind bei Sportlern und Arbeitnehmern, die immer wiederkehrende, anstrengende Bewegungen ausführen, weit verbreitet. Aktivitäten wie Schwimmen, Wurfsportarten (Speerwurf, Handball) und Bodybuilding sowie Berufe, die Überkopfbewegungen erfordern (Maler, Tischler, Kellner und Friseure), belasten das Schultergelenk und die umliegenden Muskeln ständig. Die Schulter ist aufgrund ihres Bewegungsumfangs und der Tatsache, dass sie für ihre Stabilität auf Weichteilgewebe angewiesen ist, besonders anfällig. Mit der Zeit kann diese wiederholte Belastung zu Entzündungen, Muskelrissen oder sogar zu langfristigen Schäden an der Rotatorenmanschette, den Sehnen und Bändern führen.
Die häufigsten Überlastungsschäden in der Schulter sind eine Tendinitis der Rotatorenmanschette, eine Schleimbeutelentzündung und das Schulterimpingement. Diese Verletzungen treten auf, wenn die Sehnen und Muskeln in der Schulter ständig über ihre Belastbarkeit hinaus gedehnt werden, was zu Schmerzen, Schwellungen und Funktionseinschränkungen führt. Entzündungen sind häufig ein Schlüsselfaktor bei diesen Erkrankungen und können, wenn sie nicht behandelt werden, zu chronischen Schmerzen und potenziell dauerhaften Schäden führen. Derselbe Überlastungsmechanismus betrifft auch andere Gelenke: am Ellenbogen zeigt er sich typischerweise als Tennisarm.
Richtiges Aufwärmen und Kräftigungsübungen sind wichtig, um das Risiko von Überlastungsschäden zu verringern. Aber auch mit präventiven Maßnahmen sollten Sportler und Personen, die sich wiederholende Bewegungen ausführen, auf ihren Körper hören und Ruhetage einlegen, um eine übermäßige Belastung der Schulter zu vermeiden.